Medienkonsum im Kindergartenalter

als Thema im Kita-Patenprogramm der Stiftung "Achtung!Kinderseele"

Medien sind im Alltag von Kindern allgegenwärtig

Kinder sind neugierig und erfahren ihre Umwelt durch Ausprobieren und Nachahmen. Bereits Kleinkinder wachsen umringt von Medien auf. Sei es, dass sie Eltern, ältere Geschwister oder Freunde bei der Nutzung von Smartphones oder Tablets beobachten oder die Geräte selbst erproben. Ganz "nebenbei" bekommen bereits Babys und Kleinkinder viel davon mit, wie in der Familie mit Medien umgegangen wird.

Wie sieht der richtige Umgang mit Medien aus?

Wie wirkt sich die Mediennutzung von Kindern auf deren Verhalten und Leistungsfähigkeit aus? Ab wann ist sie schädlich und was können die Folgen sein? Nehmen Aggressivität und Gewaltbereitschaft zu, wenn Kinder und Jugendliche sich mit dem Smartphone und dem Tablet beschäftigen oder ihre Freizeit am Computer verbringen? Das sind nur einige Fragen, die sich Eltern oft stellen.

Information und Aufklärung im Kita-Patenprogramm

Um auf diese und ähnliche Fragen zu reagieren, erstellt die Stiftung „Achtung!Kinderseele“ aktuell Informationsmaterial zum Thema „Medienkonsum im Kindergartenalter“. Dieses neue Informationsangebot wird demnächst als fester Bestandteil des Kita-Patenkoffers in das bundesweite Kita-Patenprogramm
integriert.

Hier stellt die Stiftung „Achtung!Kinderseele“ den beratenden Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie Informations- und Aufklärungsmaterial bereit, mit dem die ehrenamtlichen Paten in den Kitas arbeiten können.

Ausgerüstet mit dem roten Patenkoffer und einem Angebot an Vorträgen zur gesunden seelischen Entwicklung, sind die Ärzte und Ärztinnen der Stiftung „Achtung!Kinderseele“ als Paten in teilnehmenden Kitas unterwegs. Eltern, Erzieher und Erzieherinnen besprechen hier mit den ehrenamtlich tätigen Paten, was getan werden kann, um psychischen Störungen frühzeitig vorzubeugen. Zentral ist hier die Sensibilisierung, die Grenze zwischen normaler und gefährdeter Entwicklung mit entsprechendem Handlungsbedarf zu erkennen, damit Kinder seelisch gesund erwachsen werden.

Eltern, Erziehern und Erzieherinnen von Kindergartenkindern wird in diesem Rahmen auch die Möglichkeit gegeben, sich umfassend über einen gesunden Umgang mit Medien im Kindergartenalter auseinanderzusetzen und das Konsumverhalten der Kinder entsprechend zu begleiten.






Eine Auswahl an Literatur zum Thema Medienkonsum im Kindes- und Jugendalter finden Sie hier:






Computer und Internet erobern die Kindheit. Vom normalen Spielverhalten bis zur Sucht und deren Behandlung

Jan Frölich und Gerd Lehmkuhl

Schattauer Verlag, 1. Auflage 2012. 220 Seiten, 30 Abb., 17 Tab.

ISBN: 978-3-7945-2771-7

"Googeln, chatten, surfen – was macht das mit unseren Kindern?", fragen die Autoren dieses Buches. Die modernen digitalen Medien haben innerhalb weniger Jahre das Freizeit- und Kommunikationsverhalten komplett revolutioniert. Welche Folgen hat der Medienkonsum für die psychische und körperliche Gesundheit von Kindern und Jugendlichen? Wann kann man von einem Suchtverhalten sprechen?

Dieses Buch beschreibt aus klinisch-psychiatrischer Sicht die veränderten Sozialisationsbedingungen, die durch Nutzung digitaler Medien ausgelöst werden, und deren Folgen bei Kindern und Jugendlichen.

Neue Medien und deren Schatten. Mediennutzung, Medienwirkung und Medienkompetenz

Torsten Porsch und Stephanie Pietschl (Hg.)

Hogrefe Verlag, 1. Auflage 2014. 336 Seiten.

ISBN: 978-3-8017-2479-5

"Ab wann sollten Kinder und Jugendliche welche Medien mit welchen Inhalten nutzen? Wie kann man Cybermobbing vermeiden? Ist Sexting im Jugendalter normal? Ist ein Junge, der vier Stunden täglich am Computer spielt, abhängig? Welche Computerspiele sollte man generell verbieten, damit Kinder und Jugendliche nicht aggressiv werden? Medien sind aus dem Alltag vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener nicht mehr wegzudenken. Entsprechend groß ist das Interesse an den Folgen dieser intensiven Nutzung. Auf viele dieser und anderer Fragen aus dem Bereich der Mediennutzung und Medienwirkung gibt es dennoch bisher keine eindeutigen Antworten."

In diesem Buch werden diese Fragen diskutiert.

Internet und Computersucht. Ein Praxishandbuch für Therapeuten, Pädagogen und Eltern

Christoph Möller (Hg.)

Kohlhammer Verlag, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage 2015.

ISBN: 978-3-17-023985-2

"Als aktuelles und politisches Thema ist die Internet- und Computersucht nach wie vor von großer Bedeutung. In dieser 2., aktualisierten und erweiterten Auflage des praxisorientierten, interdisziplinär angelegten Buches befassen sich namhafte Experten aus Wissenschaft und Praxis mit soziologischen, psychologischen und psychiatrischen Aspekten der Internet- und Computersucht. Fallbeispiele ergänzen die Darstellung; Beratungs-, Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten runden das Werk ab. Neu in dieser Auflage sind u. a. die Kapitel zu "Cybermobbing" und "Medienmündigkeit"."

"Neben [...] grundlegenden Aufsätzen wird in dem verdienstvollen Sammelband bisher noch wenig verbreitetes Wissen über psychologische und pädagogische Aspekte der Mediennutzung sowie die Arbeit von zwei ambulanten Beratungsstellen für Mediensüchtige vorgestellt." (Psychologie Heute, Januar 2013)

Computerspiele mit und ohne Gewalt. Auswahl und Wirkung bei Kindern

Maria von Salisch, Astrid Kirsten und Caroline Oppl

Kohlhammer Verlag, 1. Auflage 2007. 212 Seiten, 42 Tab.

ISBN: 978-3-17-019403-8

"Computerspiele, Spielkonsole und Gameboy faszinieren Kinder so sehr, dass sie sich viele Nachmittage lang mit ihnen beschäftigen. Was spielen die Mädchen und Jungen dabei? Und welche Folgen bringt dies für die Kinder mit sich?

Empirisch fundierte Antworten liefert - neben Theorien zur Mediennutzung und zur Medienwirkung - die Längsschnittstudie zu Kindern, Computern, Hobby und Lernen (KUHL), die in diesem Buch erstmals vorgestellt wird.

Im Mittelpunkt der KUHL-Studie steht die Wirkrichtung von Computerspielen, also die Frage, ob es die Beschäftigung mit gewalthaltigen Bildschirmspielen ist, die Kinder und Jugendliche aggressiver macht, oder ob es bereits aggressive Heranwachsende sind, die sich verstärkt diesen Spielen zuwenden."


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